
Gallura und Giara di Gesturi: das Sardinien der Korkeichen und der wilden Pferde
Sardinien ist nicht nur türkisblaues Meer und Postkartenstrände: Die Insel ist auch ein Land produktiver Wälder, unberührter Hochplateaus und Tiere, die noch heute in halbwildem Zustand leben. Zwei Orte, die das besonders gut zeigen – obwohl sie in unterschiedlichen Regionen Sardiniens liegen – sind die Gallura und die Giara di Gesturi.
Die Gallura liegt im Nordosten: eine hügelige, granitreiche Landschaft mit den bekanntesten Korkeichenwäldern der Insel, in der das Handwerk bis heute eine echte wirtschaftliche Rolle spielt. Die Giara di Gesturi liegt dagegen im Zentrum-Süden, in der Marmilla: ein basaltisches Hochplateau, das in ganz Italien für die kleinen Giara-Pferde bekannt ist. Beide in einer Geschichte zusammenzubringen zeigt, wie vielfältig Sardinien schon innerhalb weniger Dutzend Kilometer ist.
Wenn du beide Regionen entspannt besuchen und eine praktische Basis für Tagesausflüge haben möchtest, sind die Campingplätze von FAITA Sardegna eine gute Lösung: mitten in der Natur, aber mit allem Komfort, den man für Tagestrips braucht.
Gallura: das Land des Korks und der Granitdörfer
Die Gallura ist ein sehr wiedererkennbarer Teil Sardiniens: runde Hügel, vom Wind geformte Granitfelsen, Korkeichenwälder (Quercus suber) und Orte, die aus demselben Stein gebaut sind, den man auf den Feldern findet. Vor allem im Raum Tempio Pausania – Calangianus – Luras ist Kork nicht bloß eine Erinnerung an vergangene Zeiten, sondern eine lebendige Wirtschaft: Die Rinde wird von Hand alle 9–10 Jahre geschält, ohne den Baum zu beschädigen, und kann über mehr als ein Jahrhundert hinweg Ertrag liefern.
Kork – und was daraus gemacht wird
Sardischer Kork ist längst nicht nur Material für Flaschenkorken. Heute wird er unter anderem verwendet für:
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Dämmplatten und Verkleidungen im natürlichen Bauen
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Designobjekte und Einrichtungsaccessoires
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Modeaccessoires aus Kork (Taschen, Etuis, Hüte)
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kleine touristische Handwerksprodukte
Kork ist leicht, nachwachsend und vollständig mit der Landschaft verbunden: Wo du Korkeichenwald siehst, ist auch ein Stück regionaler Wertschöpfung.
Galluresische Orte für die Reiseroute
Tempio Pausania: eleganter Hauptort mit Granitplätzen und vielen Handwerksläden.
Aggius: bekannt für Webkunst und Traditionen.
Luras: nahe bei Korkeichenwäldern und monumentalen Olivenbäumen.
Hier lässt sich auch wunderbar die kulinarische Seite einbauen: Zuppa Gallurese (Suppa Cuata), regionale Käse, Brot und typische Süßspeisen.
Die Giara di Gesturi: das Hochplateau der wilden Giara-Pferde
Wenn du dich ins Zentrum der Insel bewegst, ändert sich die Landschaft komplett. Die Giara di Gesturi ist ein vulkanisches Hochplateau mit klaren Kanten, bedeckt von mediterraner Macchia, Korkeichen und Steineichen und übersät mit den sogenannten paulis, saisonalen Wasserbecken, die sich im Frühjahr füllen und im Sommer verkleinern. Die Umgebung wirkt fast schwebend – eher wie Gebirge als Küste.
Hier lebt die berühmte Population der Giara-Pferde: klein, robust, meist dunkel im Fell und perfekt daran angepasst, das ganze Jahr über im Freien zu leben. Es sind keine Reitponys aus dem Gestüt, sondern eine autochthone, geschützte Pferdepopulation, die in Halbfreiheit auf dem Plateau lebt. Wenn man die Giara zur richtigen Tageszeit besucht, kann man sie beim Grasen oder Trinken beobachten – eine Szene, die wirkt, als wäre die Zeit ein paar Jahrzehnte zurückgedreht worden.
Warum die Giara so besonders ist
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weitgehend intakter, wenig verbauter Lebensraum
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Vorkommen einer einzigartigen lokalen Tierpopulation
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einfache Wege, auch für Familien mit Kindern geeignet
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weite Ausblicke über die Marmilla
Die Giara eignet sich perfekt für langsamen Tourismus, Schulen, Familien und für Naturfotografie ohne extreme Wanderanforderungen.
Was man zwischen Gallura und Giara unternehmen kann
Auch wenn beide Gebiete in unterschiedlichen Teilen der Insel liegen, lassen sie sich zu einem starken Reiseprogramm oder thematischen Artikel verbinden:
Wanderungen in den Korkeichenwäldern der Gallura
Zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Korkeichenhaine, mit Erklärungen zur traditionellen Entrindung und Besuch kleiner Handwerksbetriebe.
Geführte Tour auf der Giara
Zugang über Gesturi oder Tuili, Spaziergang zwischen Wald und paulis, Beobachtung der Giara-Pferde und der typischen Flora.
Handwerkserlebnisse
In der Gallura: Kork und Weberei.
Im Gebiet der Giara: regionale Lebensmittelprodukte und pädagogische Werkstätten.
Verkostungen
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in der Gallura: Zuppa Gallurese, Käse, Honig
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im Zentrum-Süden: lokales Brot, Schafskäse, Olivenöl, Weine aus Zentral-Sardinien
Warum es sinnvoll ist, beide zusammen zu erzählen
Weil sie dieselbe Wahrheit aus zwei Perspektiven zeigen: Sardinien ist nicht nur eine Badeinsel, sondern auch eine Insel der produktiven Wälder und pastoralen Hochplateaus; ein Land, in dem traditionelle Wirtschaftszweige wie Korkgewinnung, extensive Tierhaltung und kleines Handwerk noch existieren – und besucht werden können.
Für Reisende mit Camper, Campingurlaub oder generell einer territorialen, entschleunigten Reiseweise sind das zwei Stationen, die Sardinien außerhalb der Saison und jenseits der Strände sichtbar machen.
Die Gallura mit ihren jahrhundertealten Korkeichenwäldern und Granitdörfern und die Giara di Gesturi mit ihren frei lebenden Pferden auf dem Hochplateau sind zwei unterschiedliche, aber komplementäre Orte: beide authentisch, beide fotogen, beide perfekt für alle, die ein weniger offensichtliches Sardinien suchen.
Wähle einen Campingplatz von FAITA Sardegna als Ausgangsbasis und bewege dich sternförmig über die Insel: Den schwierigen Teil hast du schon erledigt – du hast die richtige Insel gewählt.

