
La-Maddalena-Archipel: ein Paradies zwischen Meer, Geschichte und Natur
Ganz im Norden Sardiniens, vor Palau, liegt ein Ort, der wie gemacht scheint für alle, die das Meer lieben: das La-Maddalena-Archipel. Sieben Hauptinseln und viele kleinere Inseln, glasklares Wasser, vom Wind geformte rosa Granitfelsen, geschützte Meeresgründe. Seit 1994 ist das Gebiet Nationalpark: Das bedeutet strengere Regeln, aber auch besser erhaltene Landschaften.
Neben der natürlichen Schönheit gibt es auch Geschichte: alte Seerouten, militärische Präsenz – und vor allem Caprera, wo Giuseppe Garibaldi die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.
Wenn du es entspannt erleben willst, buche mit FAITA Sardegna in Campingplätzen im Raum Sassari/Gallura und fahre dann per Boot ab Palau oder La Maddalena los.
Ein Nationalpark mitten im Meer
Der Nationalpark des La-Maddalena-Archipels schützt rund 20.000 Hektar an Land und Meer. Hier findest du:
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Posidonia-Seegraswiesen (entscheidend für das Ökosystem),
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fisch- und korallenreiche Meeresböden,
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gelegentlich Delfine,
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und vor allem eine Landschaft, die nicht so „ausgeschlachtet“ ist wie andere Tourismusgebiete.
Deshalb sind viele Strände reglementiert und manche Bereiche für das Anlanden gesperrt: Das ist keine Bürokratie, sondern Überlebensschutz für diesen Ort.
Die sieben Hauptinseln
Das „offizielle“ Archipel hat 7 größere Inseln, jede mit ihrem eigenen Charakter.
1. La Maddalena
Sie ist die Hauptinsel und die einzige mit einem echten Ortskern. Die Stadt ist charmant, mit Hafen, Gassen und Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Von hier starten Bootstouren, und hier beginnt auch die Panoramastraße rund um die Insel mit Postkartenblicken.
Strände, die du sehen solltest:
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Bassa Trinità
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Cala Francese
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Testa di Polpo / Punta Tegge (geformte Felsen, schöne Schnorchelgründe)
La Maddalena ist über die Brücke von Passo della Moneta mit Caprera verbunden.
2. Caprera
Das ist die Insel Garibaldis: Hier liegt das Compendio Garibaldino mit Haus, Grab und Gebäuden des Anwesens. Aber Caprera ist auch pure Natur: Wege durch die mediterrane Macchia und spektakuläre Buchten.
Die berühmteste ist Cala Coticcio („Tahiti“), heute mit begrenztem Zugang / in manchen Saisons mit Guide, um sie zu schützen.
Hier befindet sich auch das Centro Velico di Caprera, eine der bekanntesten Segelschulen Europas.
3. Santo Stefano
Klein, küstennah und bekannt für ehemalige Militär-/NATO-Anlagen. Es ist nicht die Insel mit dem Bärenfelsen (Roccia dell’Orso) – der liegt in Palau auf dem Festland.
4. Spargi
Unbewohnt, sehr spektakulär, mit hellen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser. Cala Corsara ist eine der meistfotografierten Buchten des Archipels.
5. Budelli
Berühmt für den Spiaggia Rosa (Rosa Strand). Aber: Das Gebiet ist streng geschützt – man darf nicht anlanden und nicht auf dem Strand laufen. Man betrachtet ihn vom Meer oder aus erlaubter Distanz. Die Farbe entsteht durch Fragmente von Meeresorganismen im Sandkorn; Sand mitzunehmen ist verboten und schadet dem Ort.
6. Razzoli
Wilder, felsiger, ganz im Norden, mit Blick auf die Straße von Bonifacio (Bocche di Bonifacio). Wunderschön für alle, die granitische Landschaften lieben.
7. Santa Maria
Flaches, transparentes Wasser – perfekt für alle, die Ruhe und Natur suchen.
Die Inseln besucht man per Boot (Tagestouren ab La Maddalena oder Palau) oder mit eigenem Boot, unter Einhaltung der Parkregeln.
Was man dort machen kann
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Boots- / Schlauchbootausflüge: die beste Art, denn viele Buchten sind nur vom Meer aus erreichbar.
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Schnorcheln und Tauchen: klare, geschützte Meeresgründe.
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Trekking (vor allem auf Caprera): Wege mit spektakulären Ausblicken.
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Panoramarunde mit Auto/Scooter auf La Maddalena.
Wichtig: Es ist ein Schutzgebiet → kein Sand, keine Muscheln, Respekt für Bojen und Zufahrtskorridore.
Und die Costa Smeralda? Und Tavolara?
Sie gehören nicht zum La-Maddalena-Archipel, liegen aber im selben Gebiet des nördlichen Sardiniens – und viele, die La Maddalena besuchen, machen auch dort Halt.
Costa Smeralda
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entstanden in den 1960er-Jahren mit dem Projekt des Aga Khan,
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Porto Cervo, Porto Rotondo,
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wunderschöne Strände wie Spiaggia del Principe, Capriccioli, Liscia Ruja,
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gleich türkisfarbenes Meer, aber eine deutlich mondänere Atmosphäre als auf La Maddalena.
Tavolara
Weiter südöstlich (Golf von Olbia): ein riesiger Kalkfelsen, der bis auf 565 m ansteigt. Er gehört zum Meeresschutzgebiet Tavolara – Punta Coda Cavallo. Top-Tauchgründe. Dazu kommt die Geschichte des „Königreichs Tavolara“, der Mikro-Dynastie der Bertoleoni.
Am Ende des Artikels darf man sie ruhig erwähnen – man muss nur klar sagen, dass sie etwas anderes sind als der Park von La Maddalena.
Warum man hinfahren sollte
Weil es einer der wenigen Orte im Mittelmeer ist, an dem du zusammen findest:
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karibikfarbenes Meer,
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granitische Landschaften,
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Geschichte (Garibaldi),
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und immer noch geschützte Natur.
Und weil man sich von Nord-Sardinien aus bequem an einem Tag hin und zurück bewegen kann.
Wenn du es komfortabel willst: FAITA Sardegna hat Campingplätze und Feriendörfer im Norden. Du wohnst in der Gallura, nimmst das Boot in Palau – und bist in 20 Minuten im Paradies.

