
Rosa Flamingos in Quartu Sant’Elena: das Symbol unberührter Natur
Südsardinien hat ein seltenes Privileg im Mittelmeerraum: rosa Flamingos (Phoenicopterus roseus) fast schon „als Nachbarn“ zu sehen. Es handelt sich längst nicht mehr nur um Zugvögel auf Durchreise: Seit über dreißig Jahren brütet diese Art stabil in den Feuchtgebieten zwischen Cagliari und Quartu Sant’Elena und ist zu einem der bekanntesten Symbole der Region geworden.
Der beste Ort, um sie zu beobachten, ist der Regionale Naturpark Molentargius–Saline, eines der wichtigsten Feuchtgebiete Europas. Hier schaffen der Wechsel zwischen Süß- und Salzwasserbecken ideale Bedingungen für Nahrungssuche und Fortpflanzung dieser Vögel.
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Warum sind Flamingos rosa?
Ihre Farbe ist nicht angeboren – sie kommt von der Nahrung. In den salzhaltigen Gewässern von Molentargius finden sie Krebstiere und Mikroalgen, die reich an Carotinoiden sind: Je mehr sie davon fressen, desto rosafarbener wird ihr Gefieder. Jungvögel werden deshalb grau-bräunlich geboren und färben sich erst mit der Zeit um.
Wo man sie sehen kann: der Park Molentargius–Saline
Der Park (ca. 1.600 Hektar) liegt zwischen Cagliari und Quartu Sant’Elena und umfasst:
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Süßwasserbecken (Bellarosa Minore),
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Salzwasserbecken (die Salinen),
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ehemalige Anlagen zur Salzgewinnung.
Diese Kombination macht Molentargius zu einem der wichtigsten Brutgebiete für Flamingos in Italien und zu einem der bedeutendsten im Mittelmeerraum.
Was dich dort erwartet
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Rad- und Fußwege sowie Beobachtungspunkte;
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das Edificio Sali Scelti (via La Palma, Cagliari) als Besucherzentrum;
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Flamingokolonien, die oft in den Becken der ehemaligen Salinen zu sehen sind – besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Neben den Flamingos gibt es Reiher, Stelzenläufer, Kormorane und viele weitere Vogelarten: ein perfekter Ort für Birdwatching.
Wann man sie am besten sieht
Anders als an vielen anderen Orten sind Flamingos hier das ganze Jahr über präsent. Trotzdem gilt:
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Frühling–Sommer (April–September): Brut- und Nistzeit; man sieht auch die noch grauen Jungvögel.
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Herbst–Winter: Die Zahl kann schwanken, aber ein Teil der Population bleibt dank des milden Klimas im Park.
Die beste Tageszeit bleibt Sonnenaufgang und Sonnenuntergang: wunderschönes Licht und ruhigere Tiere.
Wie man sie beobachtet, ohne sie zu stören
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auf den markierten Wegen bleiben;
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ein Teleobjektiv zum Fotografieren verwenden;
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nicht in Brutgebiete eindringen;
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die Tiere nicht füttern.
Es handelt sich um Schutzgebiete: Zu nahes Herangehen stresst die Vögel und kann die Fortpflanzung beeinträchtigen.
Pully, der Flamingo von Cagliari
Die starke Präsenz der Flamingos im Raum Cagliari hat dazu geführt, dass auch Cagliari Calcio einen Flamingo – „Pully“ – als Maskottchen gewählt hat. Damit wird die Verbindung zwischen Verein, Stadt und dieser einzigartigen Umgebung betont. Gleichzeitig ist es eine sympathische Möglichkeit, Kindern etwas über Umweltschutz und geschützte Arten zu vermitteln.
Ein Symbol, das geschützt werden muss
Die rosa Flamingos von Quartu Sant’Elena sind nicht nur „ein schönes Instagram-Foto“: Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Feuchtgebiete im Süden Sardiniens noch funktionieren – und dass ein Zusammenleben von Stadt und Natur möglich ist. Sie zu sehen ist ein Privileg; sie zu respektieren ist das Minimum.
Wenn du Südsardinien entdecken und in der Nähe dieser Orte wohnen möchtest, buche deinen Aufenthalt mit FAITA Sardegna: Campingplätze und Feriendörfer nah am Meer und nur wenige Minuten von den Flamingos entfernt. So kannst du morgens die Flamingos begrüßen und abends den Sonnenuntergang am Poetto genießen.

